Der Versteigerungstermin:

Jeder Termin besteht aus drei Teilen:

1. Bekanntmachung:
Im ersten Teil verliest der Rechtspfleger die Grundbucheintragungen, benennt die teilnehmenden Gläubiger und stellt bestehende Rechte und Lasten fest. Die Bekanntmachung mündet in der Verkündung des „Geringsten Gebotes“ – den Betrag, der mindestens zu bieten ist und die Kosten bleibender Rechte und die Kosten des Versteigerungsverfahrens umfasst.

Bitte seien sie nicht naiv: Ein Objekt zum „Geringsten Gebot“ ersteigern zu können ist zwar grundsätzlich möglich – in der Praxis aber ziemlich realitätsfern.

2. Bieterstunde:
Die Mindestzeit um Gebote abgeben zu können beträgt mindestens 30 Minuten und endet erst nach dreimaligen Ausrufen des Höchstgebotes – eine Versteigerung kann also durchaus länger dauern. Um selbst bieten zu können benötigen Sie zunächst einmal lediglich einen gültigen Personalausweis, denn grundsätzlich kann jede geschäftsfähige Person an einer Versteigerung teilnehmen.

Zusätzlich sollten sie eine Sicherheitsleistung in Höhe von 10% des Verkehrswertes nachweisen können, denn die kann jeder Gläubiger nach der Abgabe des Gebotes verlangen. Welche Möglichkeiten es dort gibt uvm. lesen Sie hier

3. Zuschlagsverkündung:
Ist die offizielle Bieterstunde beendet erfolgt die Zuschlagsverkündung, d.h. die Gläubiger müssen Anträge zu stellen, wie mit der Immobilie im weiterhin zu verfahren ist.